Mostviertler Birnenmost
Birnenmost aus Niederösterreichs Obstbaumalleen
- Alkoholisch

- Einheimischer Name
- Mostviertler Birnenmost
- Gereicht
- Kühl, aus Krug oder Häferl
- Am besten in
- Ein Mostheuriger im Mostviertel
- Passt zu
- Brettljause
Was es ist
Mostviertler Birnenmost ist Birnenmost aus dem Mostviertel, dem südwestlichen Viertel Niederösterreichs — eine Region, die nach dem Getränk benannt ist und nicht umgekehrt. Es ist kein Saft und kein Traubenwein: Die Birnen werden gepresst und der Saft vergoren, und heraus kommt ein trockener, meist stiller Most, je nach Frucht und Keller zwischen blassgold und bernsteinfarben.
Die Birnen sind nicht zum Essen gedacht. Es handelt sich um alte Mostbirnensorten, reich an Gerbstoff und Säure und roh herb, die auf Hochstämmen wachsen — hohe Stämme, hohe Kronen — die an Feldrändern und Feldwegen stehen, statt in dichten Obstgärten. Das Mostviertel besitzt das größte zusammenhängende Gebiet an Mostbirnbäumen in Mitteleuropa.
Woher es kommt
Viertel bedeutet eben Viertel: Niederösterreich ist in vier geteilt, und dies ist das Mostviertel. Die Bäume wurden aus praktischen Gründen gepflanzt — Obst für den Haushalt, Windschutz und Schatten für die Felder, Futter für die Schweine und ein Haustrunk, der den Winter über hielt.
Zwei Jahreszeiten zählen. Mitte bis Ende April blühen die Hochstämme weiß, was die Region inzwischen als Route für Besucher ausschildert, und im Herbst fällt das Obst und die Pressung beginnt. Die Pressung ist kurz und geschieht auf einmal, und der ganze Jahresmost eines Hofes entsteht in wenigen Wochen.
Wie es serviert wird
Kühl, aus einem Krug, in ein dickes Glas oder einen Tonkrug, bei einem Mostheurigen — einer Hofschenke mit Ausschankrecht für den eigenen Most, die jeweils nur für ein paar Wochen öffnet und sich mit einem Schild am Hoftor ankündigt. Es gibt keine Karte und keinen Jahrgang zu besprechen: Es ist der Most des Hofes, der diesjährige, und die übliche Frage ist, ob einen Liter oder einen halben.
Dazu kommt eine Brettljause, ein Holzbrett mit Aufschnitt, gepökeltem Schweinefleisch, Käse und Bauernbrot. Die Kombination ist der eigentliche Sinn beider: ein trockener, leicht gerbstoffbetonter Most gegen Fett und Salz. Der Tisch ist meist lang und wird geteilt, und der Krug geht reihum.
Kuriose Fakten
- Hochstämme prägen die Landschaft. Die hohen, einstämmigen Birnbäume säumen die Feldränder, statt dichte Obstgärten zu bilden, und schaffen damit ein unverwechselbares Landschaftsbild im Mostviertel.
- Eine Pressung im Jahr. Das Obst fällt im Herbst, und der gesamte Jahresmost wird dann hergestellt; was im Frühling getrunken wird, lag seitdem im Keller.
- Trocken aus Tradition. Traditioneller Most wird auf dem natürlichen Zucker des Birnensafts vollständig durchgegoren, weshalb er trocken statt süß ist.
- Eine lokale Wirtshauskultur. Der Mostheurige ist eine eigene Institution, in der Bauern ihre eigenen Erzeugnisse verkaufen, wodurch das Getränk eng mit seinem Herkunftsort verbunden bleibt.
- Die Region ist nach ihm benannt. Mostviertel bedeutet das Mostviertel — eines der vier Viertel Niederösterreichs, neben dem Weinviertel, dem Waldviertel und dem Industrieviertel.
Wo man ihn probieren kann
In den Dörfern des Mostviertels, bei einem Mostheurigen mit eigener Presse — die Region veröffentlicht, welche Höfe in welchen Wochen geöffnet haben, da jeder nur für begrenzte Zeit öffnet. Eine ausgeschilderte Route, die Moststraße, verbindet die Höfe und die Birnenalleen für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Der Herbst ist die naheliegende Jahreszeit, da dann die Pressung im Gange ist und der Most des Vorjahres noch im Keller liegt, um ihn zum Vergleich heranzuziehen.
Wo man es probieren kann
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Niederösterreich ist das größte Bundesland Österreichs, bekannt für seine vielfältigen Landschaften mit sanften Weinbergen, historischen Städten und der Donau. Die Region rühmt sich bemerkenswerter Stätten wie dem malerischen Wachautal, berühmt für seine Marillenplantagen und terrassierten Weinberge. Krems und Dürnstein sind charmante Städte, die Einblicke in die mittelalterliche Vergangenheit der Region bieten, während die lebendige Stadt St. Pölten als Landeshauptstadt dient. Niederösterreich beherbergt auch mehrere Schlösser wie Schloss Grafenegg und Naturparks wie den Nationalpark Thayatal, die Möglichkeiten zum Wandern und Erkunden der lokalen Flora und Fauna bieten. Diese Gegend ist reich an Weinkultur, besonders bekannt für Grüner Veltliner und Riesling-Sorten, und zieht Weinliebhaber zu ihren vielen Weingütern. Die Mischung aus Natur, Geschichte und Gastronomie macht das Bundesland zu einem faszinierenden Ziel für jene, die Österreich jenseits der üblichen Touristenrouten erkunden möchten.
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