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Kierling liegt am Fuß des Wienerwalds, ein kurzes Stück hinter Klosterneuburg am Westufer der Donau in Niederösterreich. Der Ort lässt sich an einem Nachmittag besichtigen, doch sein Reiz liegt im Gehen: Wege führen direkt vom Dorf hinauf in die Weinbergterrassen und die bewaldeten Hügel dahinter, wobei das barocke Stift Klosterneuburg über weite Strecken des Weges auf der gegenüberliegenden Talseite sichtbar bleibt. Am Vormittag bietet sich der Aufstieg an, bevor die Hitze einsetzt; am Nachmittag findet man am besten eine Bank unter einem Kastanienbaum bei einem Heurigen, der traditionellen Weintaverne, in der die Winzer ihren eigenen Jahrgang zusammen mit kalten Aufschnitten und Brot ausschenken.
Gehen Sie den Weinbergweg zwischen Kierling und Klosterneuburg, etwa eine Stunde zu Fuß, bei dem sich am Kamm der Blick auf die Donau öffnet. Kehren Sie in einem Heurigen wie dem Chateau Kierling oder dem Gschirrmeister ein und bestellen Sie einen Grünen Veltliner oder Riesling im Achtel, um den Abend lang werden zu lassen. Radeln Sie auf dem Donauradweg, der nur wenige Minuten vom Dorf entfernt verläuft und in die eine Richtung nach Tulln an der Donau, in die andere nach Wien führt – flach und gut beschildert. Besuchen Sie schließlich das Stift Klosterneuburg, ein Augustiner-Chorherrenstift mit eigenen Weinkellern und Museum, das bequem zu Fuß oder eine Station weiter mit dem Zug zu erreichen ist.
In Kierling selbst dreht sich mehr um Weinlokale als um Hotels; mehrere Winzer vermieten einfache Gästezimmer über ihren Kellern, während Klosterneuburg – eine Zugstation entfernt oder zwanzig Minuten zu Fuß – eine größere Auswahl an Gästehäusern bietet, für Reisende, die lieber an einem Ort mit mehr abendlichen Möglichkeiten wohnen möchten. So oder so bleibt die Küche lokal – auf den Heurigen-Speisekarten stehen Liptauer, Schweinsbraten und Krautsalat, gedacht zum langsamen Genießen bei einem entspannten Glas Wein statt eiliger Gänge.
Von Spätfrühling bis Frühherbst zeigt sich Kierling am besten. Mai und Juni bringen warme Tage ohne sommerlichen Andrang; im September ist Erntezeit, die Weinberge stehen in voller Pracht und der Sturm beginnt – wohl die stimmungsvollsten Wochen des Jahres. Im Winter wird es still, viele Heurige schließen für die Saison, doch der Weihnachtsmarkt in Klosterneuburg sorgt dafür, dass der Dezember nicht völlig verschlafen wirkt.
Kierling eignet sich am besten als eine Station auf einer langsameren Route durch das niederösterreichische Donautal – kombinieren Sie den Besuch mit einer Übernachtung in Klosterneuburg wegen des Stifts, oder fahren Sie mit dem Rad oder der Bahn weiter nach Tulln an der Donau und in die von Weinbergen geprägte Wagram-Region dahinter.
Das Dorf selbst hat keinen eigenen Bahnhof, doch Klosterneuburg-Kierling an der Franz-Josefs-Bahn liegt nur einen kurzen Fußweg vom Zentrum entfernt und macht Kierling autofrei gut von Wien aus erreichbar. Die S-Bahn-Linie S40 fährt von Wiens Spittelau und dem Franz-Josefs-Bahnhof etwa alle zwanzig bis dreißig Minuten, die Fahrt dauert rund zwanzig Minuten. Vom Bahnsteig aus beginnen die Weinberge fast unmittelbar – kein Bus, kein Taxi, nur ein ebener Spaziergang an den ersten Rebzeilen vorbei.
3 kmHistorische Klosterstadt mit 900 Jahren Weinbautradition.
6 kmDonaustadt bekannt für ihre historische Architektur und Weinberge.
7 kmWiens nächstgelegenes Weindorf mit Weinbergen auf den Hügeln und Stadtblick.
8 kmWeinviertel-Weindorf nahe Wien mit Weinbergwanderwegen.
10 kmCharmantes Dorf mit historischer Architektur und üppigen Weinbergen.
10 kmWeindorf im Weinviertel mit bequemer Anbindung für Tagesausflüge nach Wien