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Isselburg ist eine kleine Stadt im Kreis Borken, in der flachen Ebene des Niederrheins, dort wo Nordrhein-Westfalen an die Niederlande grenzt. Die Landschaft hier ist offen und grün, durchzogen von langsam fließenden Flüssen und stillen Feldwegen, und beherbergt eines der vollständigsten barocken Ensembles der Region: die Wasserburg Anholt.
Die Wasserburg Anholt ist ein Wasserschloss, das noch immer den Fürsten zu Salm-Salm gehört. Im Inneren reiht sich Raum an Raum mit Gemälden, Wandteppichen, Porzellan und Waffen, die die Familie über Generationen zusammengetragen hat. Das Schloss ist von einem 35 Hektar großen Landschaftspark umgeben, zu dem auch ein Rosengarten gehört, der sich im Frühsommer mit Duft und Farbe füllt. Wege schlängeln sich an altem Baumbestand und stillen Winkeln vorbei, wo nur das Wasser zu hören ist, das durch das alte Grabensystem fließt.
Jenseits des Schlosses liegt Isselburg mitten im Radfahrgebiet. Die Niederrhein-Region ist größtenteils flach, und ein Netz beschilderter Radwege verbindet die Stadt mit den umliegenden Dörfern, den Feldern und den Grenzübergängen in den niederländischen Achterhoek. Dieselben Wege führen südlich entlang des Rheins nach Rees, einer ummauerten Flussstadt, und nördlich nach Emmerich, bekannt für seine Hängebrücke über den Rhein.
Die Stadt selbst ist bescheiden und niedrig gebaut, angeordnet um einen Marktplatz und eine Pfarrkirche, ohne die Menschenmengen, die sich in bekannteren Rheinstädten weiter südlich sammeln. Isselburg eignet sich als Ausgangspunkt für die langsame Erkundung des niederrheinischen Grenzlandes, wo Schlösser, Wasser und Radwege mehr zählen als jedes einzelne Monument.
Der Rosengarten und die Hauptschlossräume zeigen sich von Spätfrühling bis Sommer am schönsten, wenn der Park voll belaubt ist und täglich Führungen stattfinden. Der Frühherbst bringt Farbe in die alten Bäume des Parks und weniger Besucher, während der Winter das Schlossinnere für Besucher schließt und nur die Radwege und die offene Landschaft übrig lässt.